“Der Himmel wird warten"

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LE CIEL ATTENDRA
Frankreich, 2016
Drama


Länge: 105 Minuten
FSK: ab 12; f
FBW: bw

Regie: Marie-Castille Mention-Schaar
Buch: Marie-Castille Mention-Schaar, Emilie Frèche
Kamera: Myriam Vinocour
Musik: Nicolas Errèra, Pascal Mayer
Schnitt: Benoît Quinon
Darsteller: Noémie Merlant (Sonia Bouzaria), Naomi Amarger (Mélanie Thenot), Sandrine Bonnaire (Catherine Bouzaria), Clotilde Courau (Sylvie), Zinedine Soualem (Samir Bouzaria), Yvan Attal (Yvan), Ariane Ascaride (Richterin), Dounia Bouzar (Dounia Bouzar)

Sylvie lebt allein mit ihrer Tochter Mélanie. Sie verbringen viel Zeit miteinander
und Sylvie ist stolz auf das enge Verhältnis, das sie zu ihrer Tochter hat, dass sie reden können über Schule, Jungs, Klamotten.
Doch irgendwann begegnet Mélanie im Internet einem Jungen, der ihr regelmäßig zu schreiben beginnt, ihr Komplimente macht und sie schließlich fragt, wie sie es hält mit der Religion. Eines Tages ist Mélanie
verschwunden und Sylvie auf halbem Weg nach Syrien, um sie zu suchen.
Catherine und Samir sind die stolzen Eltern der 17-jährigen Sonia, sie sind eine glückliche Familie, die gemeinsam den Alltag meistert. Gerade zurück aus den Sommerferien, wird ihr Haus eines Nachts von der Polizei gestürmt und Sonia unter Arrest gestellt. Um ihrer Familie einen Platz im Paradies zu sichern, hat sich Sonia dem Dschihad angeschlossen, bereit für einen Anschlag in ihrem Heimatland. Catherine
und Sylvie sind tief erschüttert davon, wie fremd ihre Töchter ihnen so ganz im Stillen geworden sind. Doch sie sind bereit, alles zu tun, um sie wieder zurückzubekommen.


Regisseurin Marie-Castille Mention-Schaar (DIE SCHÜLER DER MADAME ANNE) erzählt mit großer Kraft, Ehrlichkeit und Authentizität von den stillen Gräben, die zwischen uns liegen können, aber auch von
der Chance, die in der Familie liegt. DER HIMMEL WIRD WARTEN ist ein mit viel Feingefühl gezeichnetes Generationenporträt, voller Mut, und voller Hoffnung.


Die Eltern zweier französischer Teenager aus Marseille verbindet eine erschütternde Erfahrung: Ihre Töchter haben sich dem radikalen Islam angeschlossen. Von der Rahmenhandlung einer Selbsthilfegruppe ausgehend, rekapituliert der Film, wie sich die eine radikalisiert und die andere ihr früheres Selbst zurückgewinnt. In die sehr einfach gestrickten Geschichten um Gehirnwäsche und Entradikalisierung sind Reflexionen über den Umgang der Familien mit der Veränderung und dem Verlust ihrer Kinder eingeflochten.
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