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"Sweet Country"

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Spielfilm: 113 Min, Australien
Regie/Kamera:: Warwick Thornton
Buch: David Tranter, Steven McGregor
Drehbuch: Stephen Cleary

mit Bryan Brown, Hamilton Morris,
Thomas M. Wright, Ewen Leslie,
Gibson John, Natassia Gorey-
Furber, Matt Day, Anni
Finsterer, Tremayne Doolan und
Trevon Doolan und Sam Neill

1929 im Outback des Northern Territory in Australien: Sam Kelly, ein Aborigine mittleren Alters, arbeitet für den freundlichen Prediger Fred Smith. Als der herrische Harry Marsh von der Westfront zurückkehrt, wird dieser zum neuen Bahnhofsbetreiber ernannt und Sam soll mit seiner Frau und seiner Tochter einen Vorposten renovieren. Doch Harry entpuppt sich als ein kranker und verbitterter Mann, seine Beziehung zu Sam eskaliert schnell. Während einer heftigen Schießerei schließlich muss Sam Harry töten, um sein
eigenes Leben zu retten. So wird Sam zum Mörder eines weißen Mannes. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als mit seiner schwangeren Frau in das lebensfeindliche Outback zu fliehen. Eine von Sergeant Fletcher geleitete Gruppe versucht die beiden hier aufzuspüren, doch dem klugen und
erfahrenen Buschmann Sam gelingt es immer wieder, seine Fährte zu verwischen. Als die Gesundheit seiner schwangeren Frau in Gefahr ist, gibt Sam jedoch auf. In der Stadt wird ihm der Prozess gemacht, doch im Verlauf
des Verfahrens kommt die Wahrheit über Harrys Tod ans Licht.


Warwick Thornton (* 23. Juli 1970 in Alice Springs, Australien) arbeitet als Filmregisseur, Kameramann, Drehbuchautor und bildender Künstler. 1994 schloss Thornton seine Ausbildung als Kameramann bei der Central Australian Aboriginal Media Association in Alice Springs ab, deren Aufgabe es ist, die Kultur der
Aborigine bekannt zu machen. 1997 schloss er mit dem Bachelor of Arts ein Kamerastudium an der Australian Film Television and Radio School in Sydney ab.
Während und nach seines Studiums widmete sich Thornton bei seiner Arbeit der Kultur der Aborigines. Nach eigenen Aussagen sieht er sich als Filmemacher in der Tradition der indigenen Erzählkultur, und in dieser werde die Gegenwart über die Vergangenheit und die Zukunft erzählt. Mit seinem Spielfilmdebüt "Samson & Delilah", dem ersten Spielfilm über Australiens Ureinwohner von und mit Aborigines überhaupt, wurde er 2010 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet, der Film wurde von Australien
als Kandidat für die Oscarverleihung 2010 in der Kategorie Bester
fremdsprachiger Film ausgewählt. Für "Sweet Country" erhielt Warwick 2017 den Großen Preis der Jury der Internationalen Filmfestspiele von Venedig und den Plattform Prize beim Toronto International Film Festival.