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![]() Deutschland 1974 | 85 Minuten Regie: Bernhard Sinkel |
Lina
Braake lebt mit lebenslangem Wohnrecht in ihrer Wohnung. Nach dem Tod
des Hauseigentümers geht das Haus an eine Bank über, die
es neu verwerten will. Lina verliert ihr Zuhause und wird gegen ihren
Willen in ein Altersheim gebracht. Dort lernt sie den 84-jährigen
Gustaf Härtlein kennen, der mit den Abläufen der Bankenwelt
vertraut ist. Gemeinsam entwickeln sie einen Plan, um die Bank mit
ihren eigenen Mitteln zu schlagen.. Auszeichnungen
Bernhard Sinkel wurde am 19. Januar 1940 in Frankfurt am Main geboren. Nach dem Abitur studierte er in München Jura und legte das Zweite Staatsexamen ab. Schon während des Studiums wandte er sich jedoch dem Film zu. Er organisierte studentische Projekte, schrieb erste Drehbücher und fand Anschluss an die junge Münchner Filmszene. Sein Regiedebüt im Kino war 1975 Lina Braake oder Die Interessen der Bank können nicht die Interessen sein, die Lina Braake hat. Mit diesem Film trat Sinkel als eigenständige Stimme des Neuen Deutschen Films hervor. Der Film zeigte bereits Themen, die seine Arbeit weiter prägten: das Interesse an gesellschaftlichen Machtverhältnissen, an Institutionen und an Figuren, die sich gegen vorgegebene Rollen zur Wehr setzen. Lina Braake entstand in enger Zusammenarbeit mit Alf Brustellin, mit dem Sinkel auch in den folgenden Jahren verbunden blieb. Auf diesen Auftakt folgten unter anderem Der Mädchenkrieg und Der Zauberlehrling. 1978 war Sinkel an Deutschland im Herbst beteiligt. In den 1980er Jahren arbeitete er verstärkt für das Fernsehen und inszenierte größere Produktionen wie Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull, Väter und Söhne und Hemingway. Sein letzter Kinofilm war Der Kinoerzähler von 1993.
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