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Sommer
1996. Der ewig jugendliche Tagelöhner Freddy, hangelt sich von einem
Gelegenheitsjob zum nächsten. Als sich spontan die Gelegenheit bietet,
sein unbequemes Leben in Deutschland hinter sich zu lassen, landet er
in einem Urlaubsort an der Costa Brava. Sein alter Freund Johannes, der
dort eine Autovermietung leitet, verschafft ihm einen Job bei Herbert,
einem Discothekenbesitzer mit dem Ruf, gerne menschliches Treibgut einzusammeln.
Zunächst wähnt Freddy sich tatsächlich im Paradies, doch
noch bevor die Saison vorüber ist, wird er zum Mittelpunkt des grotesken
Zerfalls der Austeigergemeinschaft. Ein Trotteldrama im Pop-Trash der
90er Jahre.![]() Vor der Kulisse der Costa Brava im Sommer 1996 erzählt SCHÖNE SEELEN mit feinem Humor und satirischer Schärfe von Aussteiger-Träu- men und gescheiterten Lebensentwürfen. Regisseur Tom Schreiber entwirft das Porträt eines undurchsichtigen deutschsprachigen Milieus, in dem Solidarität und Zusammenhalt ebenso ihren Platz haben wie gegenseitige Abhängigkeiten und Schuldigkeiten. Mit großer Zuneigung für seine Figuren und einem authen- tischen Blick auf die Widersprüche seiner Zeit erzählt der Film von einer Gemeinschaft, deren Spaß- und Freiheitsversprechen zu platzen droht. In seiner zweiten Zusammenarbeit mit August Diehl nach DR. ALEMÁN zeichnet Schreiber ein ebenso komisches wie verstörendes Zeitbild einer Generation auf der Suche nach neuen Formen von Freiheit und Zusammenhalt. Josef Hader ist als Betreiber der Diskothek „Palm Beach“ zu sehen, an der Seite von Diehl spielen Thomas Schubert und Maya Unger. ![]() Ausgehend von eigenen Erinnerungen an die Costa Brava der 90er Jahre verbindet Schreiber Aussteigerromantik mit einer überzeichneten Bildwelt und dem Lebensgefühl einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs. SCHÖNE SEELEN wird so zu einer liebevollen und zugleich schonungslosen Betrachtung dessen, was Menschen zusammenhält und was eine Gemeinschaft ins Wanken bringt. .
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