
Buch und Regie: ILDIKÓ ENYEDI
Mit: Tony Leung Chiu-wai, Luna Wedler, Enzo Brumm,
Sylvester Groth, Martin Wuttke, Johannes Hegemann,
Rainer Bock, Marlene Burow, Yun Huang und Léa Seydoux
Deutschland, Frankreich, Ungarn 2025
Bildformat: 1:2.39 scope | Tonformat: 5.1 | Länge: 147 Minuten | FSK
6
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Im Herzen des
botanischen Gartens der mittelalterlichen Universitätsstadt Marburg
steht ein majestätischer Ginkgobaum. Seit über hundert Jahren
ist er
stiller Zeuge – Beobachter leiser, tiefgreifender Veränderungen im
Leben dreier Menschen. 2020 wagt ein Neurowissenschaftler aus Hongkong (Tony
Leung), der die kognitive Entwicklung von Babys erforscht, ein ungewöhnliches
Experiment mit dem uralten Baum.
1972 erfährt ein junger Student (Enzo Brumm) eine innere Wandlung – ausgelöst
durch die konzentrierte Beobachtung einer einfachen Geranie.
1908 folgt die erste Studentin der Universität (Luna Wedler) ihrer Leidenschaft
für die Fotografie – und entdeckt durch das Objektiv ihrer Kamera
die verborgenen Muster des Universums.
Nach dem Goldenen-Bären-Gewinner „Körper und Seele“ (2017)
präsentiert die ungarische Regisseurin Ildikó Enyedi mit SILENT
FRIEND ein poetisches, sensibles Werk, in dem die Beziehung zwischen Pflanzen
und Menschen zum Sinnbild für die universelle Sehnsucht nach Verbundenheit
wird. In den stillen Versuchen ihrer Protagonisten, sich mit der Welt, der
Natur und mit sich selbst zu verbinden, entfaltet sich eine berührende
Geschichte über Zugehörigkeit, Wandel –
und die Schönheit der Sehnsucht. In Venedig wurde Luna Wedler für
ihre Rolle mit dem Preis als beste junge Entdeckung ausgezeichnet.
Tony Leung Chiu-wai gilt als einer der erfolgreichsten und international
anerkanntesten Schauspieler im asiatischen Raum. Er hat zahlreiche internationale
Schauspielpreise gewonnen, darunter den Preis der Internationalen Filmfestspiele
von Cannes als bester Schauspieler für seine Leistung in Wong Kar-wais “In
the Mood for Love” (2000). Neben diesem Film arbeitete er in “Chungking
Express” (1994), “Happy Together” (1997) und “The
Grandmaster” (2013) ebenfalls mit
Wong Kar-wai zusammen. Außerdem wirkte er in drei mit dem Goldenen
Löwen
der Filmfestspiele von Venedig ausgezeichneten Filmen mit, darunter „A
City of Sadness“ (1989) von Hsiao-Hsien Hou, „Cyclo“ (1995)
von Anh Hung Tran und „Lust, Caution“ (2007) von Ang Lee. Leung
spielt auch in dem für den Oscar nominierten Film “Hero” (2002)
mit und war zuletzt als Wenwu in dem Marvel-Film “Shang-Chi and the
Legend
of the Ten Rings” (2021) von Destin Daniel Cretton auf der großen
Leinwand zu erleben.

Luna Wedler, 1999 in Zürich geboren, gab ihr Filmdebüt im Alter
von 14 Jahren in “Amateur Teens” (2015). 2016 begann Luna
Wedler ihre Ausbildung an der European Film Actor School in Zürich,
die sie 2018 erfolgreich abschloss. Im selben Jahr spielte sie ihre erste
Hauptrolle in “Blue my mind” von Lisa Brühlmann. Bei
der Berlinale 2018 wurde Luna Wedler als „European Shooting Star“ ausgezeichnet.
Es folgten Hauptrollen in “Das schönste Mädchen der Welt” (2017), “Je
suis Karl” (2019), Was man von hier aus sehen kann (2021) und der
Netflix-Serie Biohackers (2020), um nur einige zu nennen. 2022 sorgte
Luna Wedler als Sophie Scholl im vielbeachteten Instagram-Projekt @ichbinsophiescholl
für
Aufsehen. Zu ihren jüngsten Arbeiten zählen “Jakob’s
Ross” (2024), “Landesverräter” (2024), “22
Bahnen” (2025) und “Silent Friend”, der 2025
im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von
Venedig seine Weltpremiere feierte. Luna Wedler wurde dort mit dem Marcello-Mastroianni-Preis
als beste junge Entdeckung geehrt.
Ildiko
Enyedi,
preisgekrönte
und Oscar-nominierte Regisseurin, begann ihre Karriere als Konzept- und
Medienkünstlerin.
Ihr erster Spielfilm, “Mein 20. Jahrhundert”,
gewann in Cannes die Camera d’Or für den besten Erstlingsfilm. “Magic
Hunter” wurde 1995
in den Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Venedig eingeladen – ebenso
wie “Tamás and Juli” im Jahr 1997. Ihr Film “Simon
the Magician”
feierte 1999 seine Weltpremiere im Wettbewerb von Locarno und wurde dort
mit der Auszeichnung “Don Quixote Award - Special Mention” bedacht.
Nach
einer langen Pause, in der sie Kurzfilme drehte und mit HBO zusammenarbeitete,
kehrte Enyedi mit “Körper und Seele” 2017 zurück auf
die große Leinwand. Der Film brachte ihr den Goldenen Bären der
Berlinale und eine Oscar-Nominierung ein. Eneydis Film “Die Geschichte
meiner Frau” lief 2021 in Wettbewerb der
internationalen Filmfestspiele von Cannes 2021. Unter anderem war Enyedi
Mitglied der Hauptjury bei den Berlinale-Ausgaben in den Jahren 1990 und
2021 und in Venedig (2018) sowie Jurypräsidentin für den Bereiche
Kurzfilme bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2024. Ildiko
Enyedi ist Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences und der
European Film Academy.
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